Hofbildhauer und Altararchitekt der Rokoko-Zeit in Altbayern
Herkunft, Lehr- und Wanderjahre
Wiesensteig
Johann Baptist Straub wird am 1. Juni 1704 im schwäbischen Wiesensteig als Sohn des Bildhauers Johann Georg Straub und der Anna Maria Baumeister geboren. Die Herrschaft Wiesensteig ist bis 1704 eine kleine kurbayerische Exklave, kommt dann für zehn Jahre an Württemberg, und ist anschliessend bis 1803 wieder bayerisch.[1] Von der Familie schreibt Lippert 1772, dass Vater Johann Georg «aus zweierlei Ehen viele Kinder, und unter diesen fünf Söhne erzeugte, die er alle der Bildhauerkunst widmete, und ihnen hierin einen so getreuen Unterricht gab, dass sie an verschiedenen Orten ihren standsmässigen und guten Unterhalt fanden».[2] Zu den Töchtern schreibt Lippert nichts. Die ältere Schwester von Johann Baptist, Johanna, ist nur deshalb bekannt, weil sie den Weissgerber Johann Georg Messerschmidt heiratet und zwei ihrer Söhne ebenfalls berühmte Bildhauer werden.[3] Wenn im Lexikon von Schwaben 1792 die Einwohner von Wiesensteig als zwar leibeigen [«in diesen Tälern herrscht die Gewohnheit, dass die Luft leibeigen macht»], aber fleissig und gutherzig «mit Spindelndrehen und Mauren vieles Geld verdienen» und «geschickt im Gipsen» sind, hat der Verfasser[4] die grosse Gruppe der Bildhauer aus Wiesensteig offenbar übersehen.
Sie wird umfassend im Stammbaum der Seite https://www.trars.eu/images/pdf/Straub_Family_Tree.pdf präsentiert.
Mit seinem Heimatort hat Straub auch später Kontakt. So liefert er 1739 Figurengruppen für Altäre der Stadtpfarrkirche und noch um 1780 wird die Kanzel nach seinem Entwurf gebaut.
Gesellenjahre in München und Wien
Nach Abschluss der Lehre bei seinem Vater geht Johann Baptist Straub um 1720/21 zu Gabriel Luidl nach München, «zu noch besserer Erlernung der Kunst».[5] Ein erster eigener Auftrag folgt, glaubt man der von Straub beeinflussten Biografie Lipperts, für einige Räume der Residenz, «die er in der Zeit von zwey Jahren zu Stande brachte». Hofbaumeister Joseph Effner beginnt den Umbau der «Schönen Zimmer» des Erdgeschosses erst 1726, ist aber in den zwei vorangegangenen Jahren im Obergeschoss beschäftigt.[6] Die erwähnten zwei Jahre liegen demnach um 1725 und 1726, denn spätestens im Frühjahr 1727 geht Johann Baptist, wahrscheinlich schon mit seinem Bruder Philipp Jakob, nach Wien.[7] Anfangs arbeitet er beim Bildhauer Ignaz Gunst.[8] enn wechselt er für drei Jahre in die Werkstatt von Johann Christoph Mader, dem Hofbildhauer des Prinzen Eugen.[9] In seiner Wiener Zeit besucht Straub auch die Kaiserliche Hofakademie.[10]
Schwarzspanierkirche Wien 1730–1732
1730 erhält er einen ersten Direktauftrag vom Benediktinerabt Anton Vogel[11] des Klosters von Montserrat. Für die Ausstattung des schon 1690 begonnenen Kirchenneubaus kann er «die sehr schöne Kanzel und andere erhabene Arbeiten und Verzierungen» erstellen. Er fertigt die Arbeiten mit seinem Bruder Philip Jakob an.
Kanzel Die acht Meter hohe Kanzel, heute in der Pfarrkirche Laxenburg, ist ein Prachtswerk des Spätbarocks, das in der Verschmelzung von Architektur, Figuralplastik und Ornamentik Jahre voraus in das kommende Rokoko verweist. Wie kommt es zu diesem erstaunlichen Erstlingswerk? Wieder verweist der Zeitzeuge Lippert auf das Wiener Netzwerk des jungen Bildhauers, wie «die ihm sehr nützliche Bekanntschaft mit dem kaiserlichen Hofbaumeister Freyherrn von Fischer,[12] und mit dem berühmten Architekten Bibiena,[13] aus welchem Unterricht in Kunstsachen er grossen Nutzen schöpfte, den er durch fleissige Besuchung der übrigen geschickten Leute, und der Kunstakademie daselbst, noch mehr zu erweitern suchte». Den Hofbildhauer Lorenzo Mattielli,[14] dessen Werke Straub am meisten Anregungen geben, erwähnt Lippert nicht. «Augustinerbänke» Johann Baptist Straub ist für die Wiener Schwarzspanierkirche 1730/32 auch Bildhauer von Plastiken und liefert die geschnitzten Kirchenbank-Doggen und -Brüstungen. Diese Arbeiten kommen nach der Aufhebung des Schwarzspanier-Klosters 1784 in die Augustiner-Hofkirche. Die Bänke sind Werkstattarbeiten mit strenger Régence-Ornamentik.[15] Von den Plastiken sind vor allem die beiden Orgelengel, «die lebhaftesten Gestalten, die Straub je geschaffen hat» (Steiner 1974) bemerkenswert. |
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Kanzel der Schwarzspanierkirche, heute in Laxenburg. Foto: Karl Gruber 2013 |
Intermezzo Faistenberger
1734 kehrt Straub nach München zurück. Er folgt einem Angebot des schon 88-jährigen Hofbildhauers Andreas Faistenberger,[16] für einen grösseren Auftrag in seine Werkstatt einzutreten. Straub folgt der Anfrage zum Wechsel und nutzt die rund einjährige Tätigkeit in der Werkstatt Faistenberger zum Aufbau einer eigenen Existenz in München. Vermutlich arbeitet er bei Faistenberger am Gnadenaltar für die Wallfahrtskirche Maria-Hilf in der Au.[17] Seine geplante Übernahme der Werkstatt nach dem Tod von Andreas Faistenberger 1735, und damit verbunden der Erwerb der Meistergerechtigkeit, kann wegen des Widerstands der Erben nicht vollzogen werden.
François Cuvilliés
1736 kommt er in Kontakt mit dem Hofbaumeister François Cuvilliés.[18] Der Wegbereiter des höfischen Rokoko in München erteilt ihm den Auftrag für einen Brunnen im Palais Holstein.[19] Mit diesem kleinen Auftrag beginnt eine fruchtbare Zusammenarbeit, die sich auch nach dem Tod Cuvilliés für dessen begonnenes Stichwerk mit dem Sohn fortsetzt. Als bevorzugter Hofbaumeister des Kurfürsten Karl Albrecht ist Cuvilliés wichtige Bezugsperson für Straub.
Diessen |
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Diessen am Ammersee, ehemalige Augustiner-Chorherrenkirche. Mittlerer nördlicher Seitenaltar und Kanzel. Foto: Bieri 2022 |
Hofbildhauer
1737 wird Straub zum kurfürstlichen Hofbildhauer ernannt. Die Nachricht Lipperts (1772) hat Wahrheitsgehalt. Im Hofkalender wird Straub unter den Hofkünstlern zwar erst ab 1760 aufgeführt. Ab 1758 ist er auch in der Gruppe der besoldeten Hofkünstler zu finden, deren erster Hofbildhauer um 1737 noch immer der «Bildergiesser» Wilhelm de Grof ist, dem bis 1774 sein Sohn Charles folgt. Mit der Ernennung 1737 zählt Straub deshalb zur Gruppe der nicht besoldeten Hofkünstler. Sie geniessen Hofschutz, was sie unter die Jurisdiktion des Kurfürsten stellt und von den strengen Vorschriften der Zünfte befreit. Straub erreicht dies vielleicht mit Hilfe Cuvilliés. Denn für die Ernennung zum Hofkünstler ist das Netzwerk am Hof wichtiger als künstlerische Meisterschaft.[24]
Familie, Werkstatt, Schüler
1737 heiratet Straub Maria Theresia Elisabeth Späth, Tochter des 1735 verstorbenen Hofkupferstechers Franz Xaver Späth.[25] Trauzeuge ist Baumeister Johann Michael Fischer,[26] was darauf hinweist, dass der Baumeister von St. Anna im Lehel und von Diessen schon in den ersten Jahren mit Straub befreundet ist. Wie schon mit Cuvilliés ist Straub auch mit Fischer lebenslang befreundet und arbeitet in vielen seiner neuen Klosterkirchen. Für den Wohnhaus-Neubau 1741 erwirbt Straub einen Stadel an der Hackenstrasse und baut hier sein Wohnhaus. Johann Michael Fischer wird als Baumeister vermutet.[27] Im Erdgeschoss des neuen, fünfachsigen und viergeschossigen Stadthauses liegt die Bildhauerwerkstatt. Hier beginnt um 1742 Franz Ignaz Günther[28] aus Altmannstein eine Ausbildung als Bildhauer bei Straub und bleibt sieben Jahre. Er wird zum wichtigsten Bildhauer Altbayerns am Ende des Rokoko und auch zum Konkurrenten seines Lehrers. In der Werkstatt Straubs lernen in den 1740er Jahren auch Christian Jorhan aus Griesbach und der Neffe Franz Xaver Messerschmidt aus Wiesensteig. Auch Roman Anton Boos ist Schüler. Er ist seit 1777 Schwiegersohn von Straub.[29] Der Wegbereiter der klassizistischen Münchner Plastik übernimmt später die Werkstatt.
1748 stirbt die Ehefrau Maria Theresia Elisabeth mit 33 Jahren. Vier ihrer Kinder sind schon vorher gestorben.[30] 1749 heiratet Straub erneut. Die 32-jährige Maria Elisabeth Schluttenhofer ist Tochter eines Hofgerichtsadvokaten. Aus dieser zweiten Ehe erreichen drei Töchter das Erwachsenenaltar.[31]
Straub lebt und arbeitet nach seiner Rückkehr aus Wien ununterbrochen in München. Die meisten seiner Werke sind in der Residenzstadt selbst oder in ihrem Umkreis zu finden. Weil er ausschliesslich in Holz arbeitet, kann er zudem fast alles in seiner Werkstatt vorbereiten und ist nicht, wie etwa Baumeister, Stuckateure oder Freskanten, längere Zeit auf Baustellen abwesend. Er ist unter den Hofkünstlern aufgeführt und bezieht ab 1758 sogar ein Jahresgehalt von 166 Gulden. Seine wichtigsten Auftraggeber sind aber von Beginn weg die Klöster der Stadt und der Region.
In den 1760er-Jahren entwickelt sich sein ehemaliger Schüler Ignaz Günter zu seinem überlegenen Konkurrenten, den er manchmal nur durch Unterangebote verdrängen kann.
Als 1777 der Schwiegersohn Roman Anton Boos in das Münchner Wohnhaus einzieht und wahrscheinlich bereits die Werkstattleitung übernimmt, ist Straub aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeitsfähig.
Am 13. Juli 1784 stirbt Johann Baptist Straub im Alter von 80 Jahren. Er wird auf dem Petersfriedhof an der Kreuzgasse bei seiner schon 1774 verstorbenen Ehefrau begraben.[32] Das Grabdenkmal, das er ihr 1775 an der Wand der Allerheiligenkirche anfertigt, wird von Westenrieder 1783 beschrieben.[33] Es steht heute mit dem beinahe identischen Grabstein des 1810 verstorbenen Roman Anton Boos auf dem Alten Südfriedhof.
Der erste Biograf von Johann Baptist Straub, Johann Caspar von Lippert, erstellt 1772 eine Art Werkliste mit 75 Werkbeschreibungen. Er notiert anschliessend: «Dieses sind nun die vorzüglichsten Werke unseres unermüdeten Künstlers. Von kleineren, die er in einer ungeheuren Meng gemacht hat, wollen wir hier nichts melden, weil wir durch den engen Raum dieses Kunstblattes allzusehr eingeschränkt sind.» Und Peter Steiner schreibt 1974, dass man beim Betreten der Innenstadt Münchens zwischen 1750 und 1760 unweigerlich auf Werke Straubs stossen musste. Die meisten dieser von Lippert genannten Bildhauerarbeiten sind heute verschwunden, sodass die Werkliste der bekannten Werke nur rudimentär ausfallen kann, und fast alle sind aktenmässig nicht belegt. Einige wichtige Zuschreibungen von raumprägenden Sakralausstattungen aus der Werkliste im Anhang sollen hier kurz beschrieben werden.
Altäre
Alle Altarretabel und Figuralplastiken der Werkstatt Straub sind Holzarbeiten. Straub ist Entwerfer und Generalunternehmer. Seine Werkstatt fertigt das Schnitzwerk und die Figuralplastik. Der tragende Aufbau ist das Werk einer meist nicht genannten Tischlerwerkstatt. In den Akkorden der Altarretabel und Tabernakel ist die wichtige und kostspielige Arbeit des Fassmalers für Marmorierung und Vergoldung nie enthalten.[34]
Fürstenzell |
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Der Hochaltar (1745) Der 1745 errichtete Hochaltar steht heute wieder an der ursprünglichen Stelle, frei vor der Sakristei und dem ursprünglich darüber liegenden Psallierchor. Das Psallierchor-Gestühl ist seit 1856 zerstört. Zerstört wird in diesem Jahr auch die rund vier Meter hohe, durch Pilaster und Türen gegliederte, mit einer geschnitzten Brüstung und Figuralplastik versehene Abschlusswand.[36] In diese, den Chor zur Sakristei konkav abschliessende Wand von 12,8 m Breite ist der untere Hochaltar mit Mensa und Tabernakel integriert. Straub baut das freistehende Retabel über dem hohen Sockelgeschoss doppelsäulig, in der Art einer Ädikula mit einem prächtigen Schnitzwerk im Auszug, das Bezug zum darunterliegenden Altarblatt mit der Himmelfahrt Mariens nimmt. Die schlanke Wirkung wird durch die konvex vorstehenden inneren Sprialsäulen verstärkt, während die äusseren Rundsäulen leicht konkav von der geraden Trenn- und Altarblattwand zum Psallierchor abstehen. Die Arbeiten Straubs in Fürstenzell sind quellenmässig gesichert. Er erhält für den Tabernakel 400 Gulden und für den Hochaltar 755 Gulden, der Fassmaler 813 Gulden. Nur der Hochaltar mit dem Tabernakel sind heute noch erhalten.
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Fürstenzell, ehemalige Zisterzienser-Abteikirche. Hochaltar 1745 |
Schäftlarn
1756–1767 kann Straub die einheitliche Ausstattung der Prämonstratenser-Abteikirche Schäftlarn verwirklichen. Die Kirche wird ab 1751 von Johann Michael Fischer nach dem Plan des Hofbaumeister Gunetzrhainer fertiggestellt, der Chor aber vorgängig nach Plänen Cuvilliés. Straub wird in Schäftlarn nicht nur für sieben Altäre und die Kanzel, sondern auch für das Chorgestühl, die Beichtstühle und den Orgelprospekt als Bildhauer genannt. Die Arbeiten in Schäftlarn sind mit Ausnahme der Nennung von Lippert (1772) quellenmässig nicht belegt.
Der Hochaltar (1756) Der Hochaltar ist erstes Ausstattungsstück im neuen Chorraum. Er nimmt die volle Breite und Höhe des halbrund schliessenden Chors ein. Mit einer kontrastreichen Fassung von Dunkelrot (alle horizontalen Architekturelemente) zu Hellrosa (Säulen) und Weiss (Figuralplastik), sowie mit seiner feingliedrigen und luftigen Erscheinung hebt er sich vom weissen Chorraum ab. Die vier über einer dunklen und hohen Sockelzone freistehenden Säulen des Altarretabels sind konkav geöffnet. Ihr Gebälk geht über dem Altarblatt in eine halbrunde Spange über, darüber steht die vergoldete Gloriole mit der weiss hervorgehobenen Dreifaltigkeit. Die Rokokoleichtigkeit ist in der kurvierten Altarblatt-Rahmung und auch im Zusammenspiel des Altarblattrahmens mit der Tabernakelbekrönung zusätzlich betont. Der Hochaltar von Schäftlarn ist ein Höhepunkt der Rokoko-Altarbaukunst im höfischen Bannkreis Münchens.
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Schäftlarn, ehemalige Prämonstratenser-Abteikirche, Hochaltar 1756 Foto: Rufus46 2010 in Wikipedia |
Ettal
1757 erhält Straub vom Abt der Benediktinerabtei Ettal den Auftrag für die sechs Altäre und die Kanzel der Kirchenrotunde. Im Kirchenraum sind zu dieser Zeit alle Stuckatur- und Freskenarbeiten abgeschlossen.
Altäre:
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Ettal, Benediktiner-Abteikirche, Seitenaltar Nord vorne und Kanzel (1757) Foto: Bieri 2022
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Grafrath Das Reliquien-Retabel im Chor der Wallfahrtskirche Grafrath wird wahrscheinlich erst 1765–1768 von Johann Baptist Straub gebaut.[38] Grundlage der Ausführung ist nicht sein Entwurf von 1759, sondern ein nur wenig abweichender, vielleicht späterer Entwurf seines Schülers und jetzigen Konkurrenten Ignaz Günther. Es scheint, dass Staub wegen des günstigeren Angebotes den Zuschlag erhält, aber der Diessener Propst verlangt die Ausführung nach dem Entwurf Günthers. Das konkav in den Raum öffnende Retabel ist eine fast halbrunde Säulenädikula. Die beiden Doppelsäulen rahmen ein vertikal zusammenhängendes, rein bildhauerisches Werk, das auch das Horizontalgebälk der Ädikula überspielt. Es besteht aus Tabernakel, dem Schrein des hl. Rasso in der Mitte, darüber eine Gedenkstele und, nun bereits im Auszug, den hl. Rasso als Fürsprecher bei Christus mit Gloriole. Der Altar ist mehr wegen seiner Entstehungsgeschichte und seines etwas skurillen Aufbaus als Reliquien-Retabel bemerkenswert, und weniger für seine Raumqualität oder seine etwas düstere Fassung.
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Bild:
Wallfahrtskirche Grafrath, Hochaltar um 1765 Foto: Ricardalovesmonuments 2018 |
Altomünster
Die Stiftskirche des Birgittenklosters Altomünster ist das letzte Kirchenbauwerk Johann Michael Fischers. Altomünster ist ein Doppelkloster. Die Kirche muss gleichzeitig Nonnen und Mönchen dienen, ohne dass sie sich in die Quere kommen. Zusätzlich soll sie Kirche der Pfarrgemeinde sein. Fischer löst dies genial, indem er im Oktogon der «Unteren Kirche» die Pfarrgemeinde, im langgezogenen Hochchor die Mönche, und in der dritten Ebene der «Oberen Kirche» die Nonnen an der Messe teilnehmen lässt. In diesen komplexen Kirchenraum kann Straub zwischen 1765 und 1769 Altäre für insgesamt 2120 Gulden aufstellen. Aus seiner Werkstatt stammt der untere und obere Hochaltar (St. Salvator) und die vier Altäre der «Unteren Kirche» (Altäre des hl. Wendelin und der hl. Sippe, des hl. Augustinus und des hl. Alto). Die beiden Altäre im Hochchor (Birgittenaltar und Katharinenaltar), die den Hochaltar flankieren, sind nach Entwürfen Straubs gefertigt.
Hochaltar Der Hochaltar von Altomünster ist wie derjenige von Fürstenzell eine zweigeschossige Doppelaltar-Anlage. Der untere Altar wird aber 1893 zerstört und durch eine unvorteilhafte, trennende Dekorationswand ersetzt. Deshalb wirkt der verbliebene obere Hochaltar in Gesellschaft der beiden flankierenden Seitenaltäre verloren. Er ist eine einfache, braun und golden gefasste Säulenädikula mit der üblichen Heilig-Geist-Gloriole im Auszug.
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Bild: Ehemalige Birgitten-Klosterkirche Altomünster, Hochaltar im heutigen Zustand. Foto: Bieri 2009 |
Berg am Laim
Der Bau der Bruderschaftskirche St. Michael von Berg am Laim in München wird 1738 begonnen. Sie kann als Gemeinschaftswerk von Johann Michael Fischer, François Cuvilliés, Johann Baptist Zimmermann und Johann Baptist Straub bezeichnet werden.[39] Wieder, wie vermutlich schon in Diessen, ist es Cuvilliés, der Straub beizieht. Alle sieben Altarretabel in Berg am Laim stammen aus der Werkstatt Straub. Ihre Erstellung erstreckt sich von 1744 bis 1768. Noch vorher kann Straub 1742 die monumentale Holzfigur des Erzengels Michael an der Fassade liefern.[40] 1743 folgt der Auftrag für vier Diagonalaltäre im oktogonalen Hauptraum, die Straub 1744 und 1745 aufstellt. 1758-1759 kann er die beiden grossen Altäre in der Querachse des Hauptraumes erstellen. Die Arbeiten Straubs in Berg am Laim sind quellenmässig gesichert.
Der Hochaltar (1766–1767) Erst nach einer längeren Planungsphase, in der Straub sich gegen Konkurrenzentwürfe und -Angebote von Johann Michael Feichtmayr und Ignaz Günther durchsetzen kann, wird ihm 1766 der Auftrag für den Hochaltar erteilt. Er kann ihn schon 1767 aufstellen. Der lange Entwurfsprozess wirkt sich positiv auf die Gestaltung des Hochaltars aus, der eines der grossen Werke Straubs wird. Das majestätische Retabel mit je zwei gekuppelten Säulen und dem hohen, attikaähnlichen Oberstück füllt den Chorabschluss zwischen den Stuckmarmorsäulen vollständig. Farblich ist das Retabel diesen rötlichen Säulen angeglichen. Damit ist der Hochaltar ebenso Teil der Raumarchitektur wie die vier Bilderrahmen-Diagonalaltäre und die beiden grösseren Säulenretabel der Querachsen-Altäre. Obwohl ein Vierteljahrhundert zwischen den Diagonalaltären des Hauptraums und dem Hochaltar liegt, bilden die sieben Altäre zusammen mit der Architektur des Kirchenraums einen einheitlichen Bühnenraum in Anklang an das barocke «Theatrum sacrum».
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München, Bruderschaftskirche Berg am Laim, Hochaltar Foto: Rufus46, 2018 in Wikipedia |
Pius Bieri 2022
Literatur: |
Lippert, Johann Caspar von: Kurzgefasste Nachricht von dem churbaierischen ersten Hofbildhauer Herrn Johannes Straub, in: Augsburgisches monatliches Kunstblatt, dritter Jahrgang, Seite 53–63. Augsburg 1772. |
Steiner, Peter: Johann Baptist Straub. München und Zürich 1974. |
Volk, Peter: Johann Baptist Straub (Bildband). München 1984. |
Volk, Peter: Straub, Johann Baptist in: Neue Deutsche Biographie 25 (2013) S. 482–483. https://www.deutsche-biographie.de/sfz64745.html |
Statnik Bijörn: Ignaz Günther. Ein bayerischer Bildhauer und Retabel-Architekt im Europa der ausgehenden Barock- und Rokokozeit. Petersberg 2019. |
Strobl, Julia: Johann Baptist Straub, in: Matej Klemenčič / Katra Meke / Ksenija Škarić (ed s.), Tracing the Art of the Straub Family, Ljubljana e. a. 2019, p. 43–55 https://www.trars.eu/images/pdf/Johann_Baptist_Straub.pdf |
Web |
«Auf den Spuren der Familie Straub»: Ein umfassender und gut bebilderter Werkkatalog über die Werke aller Straub-Bildhauer aus Wiesensteig. https://www.trars.eu/index.php?lang=3 |
[1] Die Herrschaft Wiesensteig, im Tal der Fils auf der schwäbischen Alb gelegen, grenzt östlich an die Herrschaft der Reichsstadt Ulm und ist dreiseitig vom Herzogtum Württemberg umgeben. 1642 kommen zwei Drittel durch Kauf an Bayern, 1704–1714 wieder an Württemberg. 1753 erwirbt Bayern das restliche Drittel.
[2] Der Vater Johann Georg (1674–1730) verliert seine erste Ehefrau Anna Maria Baumeister 1713. Aus dieser Ehe sind die Söhne Johann Baptist *1704, Philipp Jakob *1706 und Joseph *1712. Aus der zweiten Ehe mit Barbara Blanz stammen die Söhne Johann Georg *1721 und Franz Anton *1726.
[3] Die als Bildhauer in Wien und Pressburg wirkenden Neffen Franz Xaver Messerschmidt (1736–1783) und Johann Adam Messerschmidt (1738–1794) sind Söhne der Schwester Johanna (1699–1792).
[4] Philipp Ludwig Hermann Röder in: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexicon von Schwaben, zweiter Band, Ulm 1792
[5] Gabriel Luidl (1688–1748) aus Mehring, ein Verwandter der bekannten Bildhauerfamilie in Landsberg am Lech, wird in den wenigen Notizen über seine Tätigkeit als Hofbildhauer bezeichnet. Er ist dies aber nur bis 1726. Oberhofbildhauer ist damals Wilhelm de Grof. Werke von Luidl sind nicht bekannt. Weil seine Bitte um Pension im Januar 1748 abgelehnt wird, ist das Todesdatum 1741 (NDB) sicher falsch.
[6] Otto Aufleger: Die Reichen Zimmer der königlichen Residenz in München, München 1893 (Seite 5). 1729 fällt dieser Teil der Residenz einem Brand zum Opfer. Die Räume, an denen der junge Johann Baptist beteiligt sein könnte, sind aber nicht die Ende 1726 mit Johann Baptist Zimmermann begonnenen und 1729 abgebrannten Räume im Erdgeschoss, die später als «Reiche Zimmer» neu errichtet werden.
[7] Die Daten sind je nach Biograf unterschiedlich. Steiner (1974) nennt 1726, Volk (2013) 1727. Volk glaubt auch, dass der Bruder Johann Jakob von Anfang weg in Wien dabei ist, Steiner formuliert vorsichtiger mit «spätestens 1730».
[8] Michael Ignaz Gunst (1688–1728), Sohn des Bildhauers Matthias Gunst (1642–1714), der an der Sockelplastik der Pestsäule (1687/93) beteiligt ist. Michael Ignaz Gunst führt 1720 die Kanzel und eine Schutzengelgruppe in der Mariahilf-Kirche aus. Für die Heilige Treppe in Brünn liefert er 1722 die sieben Hauptskulpturen. 1724 liefert er Vasen für die Kuppel und Laterne der Karlskirche.
[9] Johann Christoph Mader (1697–1761) aus Leitmeritz, arbeitet längere Zeit in der Werkstatt des Hofbildhauers des Prinzen Eugen, Giovanni Stanetti. Nach dessen Tod 1726 kann er die Stellung als Hofbildhauer übernehmen. Hier arbeitet neben Straub 1730–1736 auch Johann Wolfgang van der Auwera, der später berühmte Würzburger Bildhauer.
Zu Wolfgang van der Auwera die Biografie in dieser Webseite.
[10] Straub wird 1728 als Schüler genannt. Die K.K. Hofakademie ist trotz ihres Namens eine Privatschule, gefördert vom Grafen Althan und seit 1725 unter der Leitung des Malers Jacob van Schuppen. Mangels Unterstützung vom Hof schliesst sie 1745. Als Bildhauergeselle kann Straub nur an Abendkursen teilnehmen und wird vor allem den Zeichenunterricht belegt haben. Mehr dazu: https://phaidra.univie.ac.at/open/o:1248749
[11] Anton Vogel OSB (1666–1751), Abt der Benediktiner von Montserrat 1708–1751. Das sog. Schwarzspanier-Kloster wird 1783 von Joseph II. aufgehoben, die Kirche zu Gunsten eines Militärmagazins ausgeräumt. Sie wird im Zweiten Weltkrieg endgültig zerstört. Ein Teil der Ausstattung von Johann Baptist Straub kommt in die Augustiner-Hofkirche. Die Kanzel wird für 120 Gulden nach Laxenburg verkauft.
[12] Der «Freyherr von Fischer» ist der seit 1726 als Hofbaumeister wirkenden Joseph Emanuel Fischer von Erlach (1693–1742). Fischer führt die Bauten seines Vaters weiter, vertritt aber einen stark französisch orientierten klassisch-klassizistischen Barock. Zu ihm siehe: www.deutsche-biographie.
[13] Der «berühmte Architekt Bibiena» ist einer der beiden Brüder Galli-Bibiena, die zu dieser Zeit in Wien tätig sind. Eher als der jüngere Antonio ist dies Giuseppe Galli da Bibiena (1696–1757) aus Parma, seit 1727 erster Theateringenieur am Wiener Hof. Er hält sich schon 1711 in Wien auf, geht 1747 nach Dresden (Opernhaus Bayreuth) und ist ab 1754 in Berlin wohnhaft. Beide Brüder Galli da Bibiena sind auch Entwerfer von Altarretabeln. Giuseppe ist 1725 Entwerfer des Hochaltars von Melk, der dann 1730 nach diesem Entwurf zusammen mit dem Hofbildhauer Lorenzo Mattielli ausgeführt wird. Eine Zusammenarbeit des jüngeren Antonio Galli da Bibiena mit Mattielli ist hingegen nicht bekannt. Ob Straub den Melker Altar oder nur die Bozzetti Mattiellis kennt, ist unerheblich, denn der Hofbildhauer ist für Straub derart wichtig, dass «berühmte Architekt Bibiena» sicher Giuseppe Galli da Bibiena ist.
Zu ihm siehe: www.deutsche-biographie.
[14] Lorenzo Mattielli (1687–1748) aus Vicenza, in Wien seit 1711, Kaiserlicher Hofbildhauer 1714. 1738 wird er als Hofbildhauer nach Dresden berufen. Sein erster grosser Auftrag ist die Figuralplastik des Hochaltars von Johan Bernhard Fischer von Erlach in Mariazell (1716/22). 1730 ist er zusammen mit Galli da Bibiena am Hochaltar der Stiftskirche Melk beschäftigt. Das Tonbozetto des Propheten Daniel (39,5 cm hoch, heute Germanisches Nationalmuseum) für den Melker Hochaltar stuft Biörn Statnik (2019) als «Inkunabel der Rokoko-Skulptur ein, von der nicht allein die Bildhauerkunst Straubs ihren Ausgang nahm, sondern die gesamte bayerische Rokoko-Plastik». | ||||
Bild links: Prophet Daniel. Modell (Bozzetto) in Terracotta für die Figur am Hochaltar der Stiftskirche Melk, Lorenzo Mattielli um 1730. Bild: Germanisches Nationalmuseum Nürnberg. Bild rechts: Erzengel Michael über dem Portal der der Michaelerkirche in Wien. Foto: Manfred Werner 2008 |
[15] Die Bankdoggen und Brüstungen sind ursprünglich nicht überstrichen. Siehe dazu mehr in: salzburgmuseum.at
[16] Andreas Faistenberger (1646–1735), Hofbildhauer in München, stammt aus Kitzbühel im Tirol und hält sich zwischen 1665–1678 mehrere Jahre in Italien auf, vor allem in Rom und Venedig. Bei ihm schliesst Egid Quirin Asam 1716 die Lehre als Bildhauer ab.
Zu ihm siehe die Wikipedia-Biografie.
[17] Die Wallfahrtskirche Maria-Hilf in der Au wird 1723-1725 neu gebaut und 1840 abgebrochen. Vom Aussehen ihres 1734/35 erstellten Gnadenaltars ist nur eine Entwurfszeichnung bekannt.
[18] François Cuvilliés (1695–1768) aus Soignies bei Mons. Hofbaumeister. 1734-1739 baut er, zusammen mit Johann Baptist Zimmermann, die Amalienburg im Garten von Nymphenburg. Sie ist das Inkunabel-Bauwerk des höfischen süddeutschen Rokokos. Siehe zu Cuvilliés die Biografie in dieser Webseite.
[19] Der Palais Holstein, 1735–1737 von François Cuvillés erbaut, ist das einzige Palais in München, das die Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs überstanden hat. Heute ist es das Erzbischöfliche Palais. Die Brunnenplastik, eine «sieben Schuh hohe Venus samt dreyen Genien» ist nicht mehr erhalten.
[20] Der Biograf Peter Volk (1984) sieht dies völlig anders. Für ihn ist Baumeister Johann Michael Fischer die massgebende Person für den Beizug Straubs. Quellen zu dieser Aussage fehlen allerdings vollständig. Fischer ist selbst für den Beizug der bedeutend wichtigeren Stuckateure Feichtmayr und Üblher nicht ausschlaggebend, er kennt sie auch kaum. Entscheidend dürfte für die Diessener Ausstattung der spätestens 1733 als Leiter der Ausstattung tätige, vom Kurfürsten geschätzte François Cuvilliés sein. Er wird auch als Entwerfer des Hochaltars genannt. Dass Baumeister Fischer schon früh eine Freundschaft mit Straub verbindet, heisst nicht, dass er ihn auf jeder seiner Baustellen durchsetzen kann.
[21] Die Ausführungsdaten schwanken, offenbar wegen mangelnder Quellenlage, sehr stark. Steiner (1974) setzt den Beginn 1739 an, Wilhelm Neu im Dehio (2006) nennt 1737. Vielleicht haben beide recht, denn 1737 könnte das Akkorddatum und 1739 das Fertigstellungsdatum bezeichnen. Darauf weist auch das von Gianbattista Tiepolo 1739 fertiggestellte Altarblatt des Sebastiansaltars hin.
[22] Aegid Verhelst (1696–1749) aus Antwerpen. Zu Aegid Verhelst und seinen Wandpfeileraltären in Diessen siehe die Biografie Verhelst in dieser Webseite.
[23] Balthasar Augustin Albrecht (1687–1765) aus Berg am Starnberger See. Hofmaler in München. Er malt 1763 das bekannte Porträt der Bildhauers Straub.
[24] Straub kann mit dieser landesherrlichen Titelverleihung einen Werkstattbetrieb mit mehr als zwei Gesellen in München führen, ohne Zunftmitglied zu sein. Gesuche um eine besoldete Anstellung als Künstler am Hof müssen beim Kurfürsten gestellt werden. Dieser holt in der Regel Gutachten beim Oberhofbaumeister ein. Hofbaumeister Effner lehnt dies 1725 bei Aegid Verhelst ab. Auch Ignaz Günther hat 1773 keine Chance. Straub erhält ab 1758 ein Jahresgehalt von 166 Gulden. Andere grosse Künstler wie der Bildhauer Egid Quirin Asam sind zwar in München wohnhaft, sie bewerben sich aber nie am Hof, dessen dauernde Geldknappheit keinem Künstler eine Sicherheit bietet. Die Überschätzung des Titels eines Münchner Hofkünstlers ist ein Phänomen der neueren bayerischen Kunstgeschichte.
[25] Maria Theresia Elisabeth Späth (1715–1748) ist Tochter von Franz Xaver Späth (†1735) und Maria Theresia Elisabeth Faistenberger (1682–1755) Tochter des Hofbildhauers Andreas Faistenberger, bei dem Straub 1734/35 arbeitet.
[26] Zu Johann Michael Fischer (1692–1766) siehe die Biografie in dieser Webseite.
[27] Das Wohnhaus Straub im Hackenviertel an der heutigen Hackenstrasse 10 grenzt im 18. Jahrhundert an den nördlich gelegenen Klosterhof der Salesianerinnen von St. Anna (nach 1783 adeliges Damenstift). Das Wohnhaus hat den Zweiten Weltkrieg überstanden, wird aber vom riesigen westlichen Bürogebäude der Nachkriegszeit erdrückt. Im Ortsplan 1809 heisst der damals noch kleine Platz am Übergang vom Hacker-Gässchen zur Brunn-Gasse «Hundskugel». Gegenüber des Wohnhauses am Hacker-Gässchen liegt der grosse Palais Rechberg. Das Wohnhaus Straub wird 1784 vom Schwiegersohn Straubs, dem Hofbildhauer Roman Anton Boos übernommen.
[28] Franz Ignaz Günther (1725–1775) aus Altmannstein im Altmühltal. Er wird zum Hauptvertreter der bayerischen Bildhauerkunst am Ende des Rokokos. Zu ihm siehe die Biografie in dieser Webseite.
[29] Roman Anton Boos (1733–1810) aus Bischofswang arbeitet als Geselle 1754–1762 in der Werkstatt Straub. 1775 wird er als Nachfolger von Charles de Grof zum kurfürstlichen Hofbildhauer mit einem Jahresgehalt von 300 Gulden ernannt. Zu ihm siehe die Biografie in der Wikipedia.
[30] Es sind Maria Rosa Katharina (1741–1742), Maria Johanna (1743–1744) Ignaz († 1746) und Anna Maria Walburga Theresia (1746–1746). Der einzige Sohn Johann Baptist stirbt 1753.
[31] Maria Theresia Amalia (1751–1816) heiratet 1777 den Hofbildhauer Roman Anton Boos. Maria Josepha Elisabetha (1753–1822) bleibt unverheiratet. Maria Anna Eva (*1754) heiratet 1784 den Münchner (Hof?)-Maler Augustin Demmel (1724–1789). Eine Tochter und zwei Söhne dieser Ehe sterben im Kindesalter. Die Ehefrau Maria Elisabeth stirbt 1775 mit 58 Jahren. Johann Baptist Straub lässt ihr an der Aussenwand der Allerheiligenkirche an der Kreuzstrasse ein Epitaph errichten.
[32] Der Friedhof (hinter der Kreuzkirche, die heute Allerheiligenkirche am Kreuz heisst) ist verschwunden. Der Grabstein wird nach der schon kurz nachher erfolgten Schliessung der innerstädtischen Friedhöfe auf den Südfriedhof ausserhalb der Stadtmauern verlegt.
[33] Die Inschrift in Fraktur lautet: «Hier Ruhen, wie sie gelebt im Friden, die Wohl Edle Frau Maria Elisabeth Theresa Sträubin, churfrt. Hofbildhauerin, gestorben den 20. Dec. im Jahr 1774, ihres Alters 57. Jahr.
Und der Wohledle und Kunstberühmte Herr Johann Baptist Straub, Churfrt. Hofbildhauer. Gestorben den 13. Julij 1784, seines Alters 80 Jahr und 19 T: Gott gebe ihnen die ewige Ruhe.»
Westenrieder beschreibt 1783 in seiner Statistik von München, dass das Grabmal «jeden Wandrer mit süßer Traurigkeit erfüllen muss, denn es ist viel Verstand, und Gefühl darinn verborgen».
[34] Der Fassmaler ist immer kostspieliger als der Altarbauer. Für den Hochaltar von Berg am Laim erhält Staub 1700 Gulden. Die drei Offerten für die Fassung schwanken von 1984 Gulden bis 2500 Gulden. Das Verhältnis ist bei den vier Diagonalaltären ähnlich. Straub erstellt sie für 610 Gudlen, die Fassungen kosten 832 Gulden. Im Vergleich zu diesen Holzaltären ist die Offerte von Johann Michael Feichtmayr (1751) von 1600 Gulden für einen Stuckmarmor-Hochaltar direkt ein «Schnäppchen», wenn man den Wegfall der teuren Fassungen beim Stuckmarmor berücksichtigt.
[35] Der Auftrag an Straub erfolgt frühestens Ende Oktober 1741, nach der Rückkehr Fischers aus Fürstenzell. Die Entwurfszeichnung Straubs für den Chorabschluss mit Mensa und Tabernakel soll noch in diesem Jahr entstanden sein, der Tabernakel sogar 1741 schon gefertigt sein (Steiner 1974). Mit der Ausführung 1745 hat der Entwurf aber nur den Tabernakel gemein. Die Höhen der seitlichen Erweiterungen entsprechen nicht der Doppelgeschossigkeit, die offenbar 1741 noch kein Thema ist. 1742 ist auf der Baustelle «gar nichts…geschechen». Der Tabernakel wird 1743 geliefert. Weil das Deckenfresko im Chor erst 1744 gemalt wird, können Chorabschlusswand, Doppelaltar und Psallierchorgestühl frühestens nach Abbruch des Deckengerüstes im Herbst 1744 an Ort aufgebaut werden. Mehr zu Fürstenzell siehe in der Dokumentation dieser Webseite.
[36] Die heutige Wand ist eine Verlegenheitslösung von 2002 und wirkt vor allem mit ihrer flächigen Brüstung eher störend.
[37] Mehr zu diesen Altären und der Kanzel siehe im Beschrieb «Ettal» dieser Webseite unter: https://www.sueddeutscher-barock.ch/In-Werke/a-g/Ettal.html
[38] Ausführungsdatum ist gemäss Peter Volk (1984) 1759–1760. Er beruft sich auf den Akkord vom 1. August 1759 (950 Gulden). Ein Entwurf Straubs von 1759 ist vorhanden. Hingegen laufen die Zahlungen bis 1769.
Michael Kühlenthal verlegt das Ausführungsdatum im Dehio 2006 auf 1765–1768, dies aufgrund der Diessener Chronik des P. Joseph dall' Abaco (Ferdinand Maximilian dall’ Abaco 1718-1792).
[39] Titelsetzung von Robert Stalla in: St. Michael in Berg am Laim, Weissenhorn 1989.
[40] Erwartungsgemäss hält die Figur nicht lange. Schon 1793 muss sie ersetzt werden. Die heutige, kupfergetriebene Statue wird 1911 angefertigt.
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Werke von Johann Baptist Straub
An Ort erhaltene Werke mit vermutlich sicherer Zuschreibung sind mit √ markiert
Ohne Figuralplastik, die sich nicht mehr am ursprünglichen Ort befindet (Museen oder in Privatbesitz)
Jahr | Ort | Werk | Auftraggeber | |
1730– 1732 |
Wien Schwarzspanier-Kirche |
Kanzel (heute in Laxenburg), √ Kirchengestühl und Orgelengel (heute in der Augustiner-Hofkirche √ | Abt OSB Anton Vogel von Kloster Montserrat Wien (reg.1708–1751) | |
1734– 1735 |
München Wallfahrtskirche Maria-Hilf in der Au |
Gnadenaltar im Auftrag von Andreas Faistenberger (zerstört, Entwurfszeichnung erhalten) | Baron Ignaz von Mayr, Papierfabrikant in der Au (Stifter) | |
1736 | München Palais Holstein |
Venusbrunnen (zerstört), Vermittlung durch den planenden Hofbaumeister François Cuvilliés. |
Kurfürst Karl Albrecht von Bayern für Franz Ludwig Graf von Holnstein. |
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1738– 1740 |
Diessen am Ammersee Augustiner-Chorherrenstift, Stiftskirche |
Zwei Wandpfeileraltare im Langhaus mit je zwei Apostelstatuen, Kanzel und Emporenbrüstung mit Figuralplastik des Orgelprospektes. √ BM: Johann Michael Fischer ST: Franz Anton und Johann Michael Feichtmayr, Johann Georg Üblher |
Propst OA Herculan Karg in Diessen reg. 1728–1755 |
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1739 | Nymphenburg, Chorfrauenkirche |
Zwei Hochaltarfiguren, eventuell auch Kanzel. 1944 Zerstört. | Kurfürst Karl Albrecht von Bayern | |
1739 |
Wiesensteig Stiftskirche St. Cyriakus |
Zwei Figuralplastiken: Glorie des hl. Aloysius Gonzaga und Glorie des hl. Johann Nepomuk. √ | Unbekannt (Stiftung J. B. Straub?) |
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1740 (um) |
München-Nymphenburg heute Marstallmuseum. |
Schlitten der Diana und des Herkules. Prunkschlitten der Kurfürstin Amalia Maria, als zwei der mehreren Punkschlitten und -Kutschen aus der Werkstatt Straub. √ | Kurfürstlicher Hof München, Futtermeisteramt | |
Bild: Schlitten der Diana. Foto: marsupium in Wikipedia |
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1741 | Brühl Schloss Augustusburg |
Modelle für drei Fayence-Turmöfen | Kurfürst Clemens August von Bayern in Köln | |
1741– 1745 |
Fürstenzell, Zisterzienser-Abteikirche | Tabernakel Der untere Abschluss der Sakristei zum freistehenden Doppelaltar mit Mensa und Tabernakel wird Ende Oktober als Auftrag des Abtes durch Baumeister Johann Michael Fischer an Straub übermittelt. Der Tabernakel wird 1743 geliefert, kann aber erst 1745 zusammen mit dem Hochaltar aufgerichtet werden. √ |
Abt OCist Stephan III. Mayr in Fürstenzell, reg. 1727–1761 | |
1742– 1743 |
München Berg am Laim Bruderschaftskirche |
Fassaden-Holzfigur Erzengel Michael (zerstört) Vier Altäre im Gemeinderaum. √ |
Franz de Paula Würnzl für Kurfürst Clemens August von Bayern | |
1745 |
Fürstenzell Zisterzienser-Abteikirche |
Retabel des Hochaltars (Doppelaltar) vor dem Psallierchor im OG und der Sakristei im EG.√ (H 11,20 m; B 7,20 m). Das Chorgestühl, der Psallierchor und die geschnitzte Abschlusswand (B 12,8 m) mit den Durchgängen zur Sakristei werden 1856 zerstört. |
Abt OCist Stephan III. Mayr in Fürstenzell, reg. 1727–1761 |
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1745 | Gauting Wallfahrtskirche U.L.F. |
Seitenaltar Süd (Josephsaltar), Skulpturalplastik. √ | Unbekannt | |
1745– (um) |
Landshut Ursulinenkirche |
Zwei Engelstatuen, deren Fertigstellung von 1740 bis 1750 schwankt. √ | Unbekannt | |
1746 |
München Dreifaltigkeitskirche |
Epitaph für die Eheleute Gaudentius Graf von Rechberg († 1745) und Maria Adelaide Gräfin von Toerrring († 1776). √ | Familie Toerring-Seefeld | |
1746 |
Planegg Wallfahrtskapelle Maria Eich |
Hochaltargruppe mit Krönung Mariens über dem Gnadenbild. √ | Johann Baptist von Ruffini (Stifter) |
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1746 |
Tegernsee Stiftskirche |
Lebensgrosse Statuen der hll. Florian, Sebastian, Agatha und Rochus in den Altären der Seitenkapellen.√ | Abt Gregor I. Plaichshirn, Tegernsee, reg. 1726–1762 | |
Bild: Hl. Florian in der Stiftskirche Tegernsee Foto: Rufus46 2015 in Wikipedia |
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1747– 1757 |
Reisach (Urfahrn) bei Niederaudorf am Inn Karmelitenkloster Klosterkirche |
Vier Langhaus-Seitenaltäre, als Bildretabel mit volkstümlichen gefassten Holzreliefs vor gemaltem Hintergrund (1868 stark restauriert). Zusätzlich drei Skulpturengruppen: Hl. Antonius, Hl. Kajetan, Maria unter ihrem gekreuzigten Sohn und eine Einzelplastik, die Jesus an der Geißelsäule zeigt. √ | Johann Georg von Messerer Hofkammerrat (Stifter) |
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1748 |
Grafing Marktkirche Hl. Dreifaltigkeit |
Drei Altäre, aber der Hochaltar (H 5,76 m, B 6,60 m) ist als Umbau eines Retabels von 1680 erhalten. Auch einzelne Figuren der Seitenaltäre sind erhalten. √ | Johann Georg Nocker-Grandauer, München (Stifter) | |
1748 (um) |
Schongau Heilig-Geist-Spitalkirche St. Anna |
Hochaltar. Zuschreibung aufgrund der Nennung Lippert 1772. H 14,3 m, B 9,0 m. (Altarblatt G. B. Göz). √ | Prior der Unbeschuhten Karmeliten Schongau | |
1748– 1749 |
Altötting Gnadenkapelle |
Herz–Epitaph für den als Kaiser Karl VII. verstorbenen Kurfürsten Karl Albrecht. √ | Maximilian IV. von Preising, Obersthofmeister | |
1749– 1750 |
Steingaden Prämonstratenser-Abteikirche |
Zwei Stifterdenkmäler, das nördliche als Einfassung einer mittelalterlichen Grabplatte, das südliche in Reverenz zum nördlichen neugestaltet. √ | Abt OPraem Marianus Mayr in Steingaden, reg. 1745–1772 |
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1750 (um) |
Buchendorf (Gauting) Michaelskapelle |
Michaelstatue im Hochaltar. √ | Unbekannt | |
1750 und 1754 |
München Pfarrkirche St. Peter |
Anna- und Dreikönigsaltar in den Seitenkapellen. √ Epitaph der Maria Josepha von Matern, geb. Ruffini, als Rekonstruktion von 1976. |
Anna von Ruffini (Stifterin) |
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1750– 1769 |
München Theatinerkirche |
Vier Bilderrahmen für Predellabilder der Seitenkapellen (nur ein Rahmen erhalten). Zwei Engel (nicht erhalten). | Cäcilien-Bruderschaft und Marianische Kongregation | |
1751 | München | Figuralplastik für vier Brunnen (zerstört) | Stadt München | |
1751– 1755 |
Andechs Benediktinerabtei Stiftskirche |
Vier Seitenaltäre (H 6,36 m, B 2,56 m) vorne Benedikts- und Rassoaltar, hinten Johannes- und Michaelaltar. Am Hochaltar: Tabernakel und Altarsseiten-Figuren. √ |
Abt OSB Bernhard Schütz in Andechs, reg. 1746–1759 | |
1752 | Bichl, Kirche St. Georg |
Hochaltar mit Mittelfigur des hl. Georg als Reiter, mit dem Drachen kämpfend. BM: Johann Michael Fischer. √ |
Abt OSB Leonhard Hochenauer von Benediktbeuern, reg. 1742–1758 |
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Foto: Bieri 2022 |
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1753 | München Residenz-Theater (Cuvilliés-Theater) |
Figuralplastik und Schnitzwerk der Logen. Auslagerung im Zweiten Weltkrieg, Einbau in Rekonstruktion an neuem Ort bis 1958. | Kurfürst Max III. Joseph | |
1755 | München-Bogenhausen Pfarrkirche St. Georg |
Epitaph Maria Josepha Gräfin von Toerring-Jettenbach (1721–1754) √ |
Max Emanuel Graf von Toerring-Jettenbach | |
1756 | München Hieronymitaner-Klosterkirche St. Anna im Lehel |
Kanzel und Tabernakel (anstelle der zerstörten Originale heute freie Neuschöpfungen). Die ursprüngliche Ausführung ist quellenmässig nicht belegt und wird alternativ mit 1738 datiert. | Kürfürstlicher Hof für den Konvent der Hieronymitaner? | |
1756– 1767 |
Schäftlarn Abteikirche OPraem |
1756: Hochaltar (H 13,4 m B 7,4 m) Ab 1764: Kreuz- und Rosenkranzaltar im Querschiff (H 10,9 m B 5,2 m) sowie vier Wandpfeileraltäre. √ Kanzel √ Chorgestühl, Orgelprospekt. √ Beichtstühle? |
Abt OPraem Felix Gege in Schäftlarn, reg. 1751–1776 | |
Bild: Kanzel um 1760 in Schäftlarn (Hochaltar siehe vorne) Foto: GFreihalter 2015 |
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1757– 1762 |
Ettal Benediktinerabtei Stiftskirche Hauptraum (Rotunde) |
Sechs Seitenaltäre mit je zwei Begleitfiguren und Kanzel. √ BM: Joseph Schmuzer ST: Johann Georg Üblher |
Abt OSB Benedikt Pacher in Ettal, reg. 1739–1759 | |
1758– 1759 |
Au am Inn Klosterkirche |
Epitaph für Maria Theresia von Arco, Gräfin Toerring-Jettenbach †1756 (H 3,10 m, B 2,25 m). √ |
Ignaz Felix Graf Toerring-Jettenbach | |
1758– 1759 |
München Berg am Laim Bruderschaftskirche |
Zwei grosse Seitenaltäre (H 10,74 m, B 7,22 m) mit Kistler Ignaz Settele. Fassung durch Johann Michael Kaufmann. √ | Franz de Paula Würnzl (†1759) für Kurfürst Clemens August von Bayern in Köln (†1761) | |
1760– 1772 (um) |
München Nymphenburg Schlossgarten |
Modelle (1:1) für Gartenstatuen: 1760 Cybele 1766 Jupiter, Juno, Mars und Minerva 1772 Pluto und Prosperina Ausführungen bis 1778 durch Dominikus Aulizcek. |
Kurfürstlicher Hof München |
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Bild: Prosperina im Garten von Nymphenburg, ausgeführt durch Dominikus Aulizcek. Foto: Rufus 46 2006 in Wikipedia |
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1763– 1764 |
Polling Augustiner-Chorherrenstift Stiftskirche |
Umgestaltung des Hochaltars und neuer Tabernakel. Bekrönungen von zwei Seitenaltären.√ | Propst OA Franz Töpsl in Polling reg. 1744–1796 |
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1765– 1768 (?) |
Grafrath Wallfahrtskirche St. Rasso |
Hochaltar (H 14,36 m, B 7,24 m). Ausführung nach einem Entwurf von Ignaz Günther. Das Ausführungsdatum ist umstritten. (Var. 1759–1760) √ | Propst OA Berthold II. Wolf von Diessen mit Kerzen- und Ewiglicht-Stiftung München |
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1765– 1769 |
Altomünster Birgitten-Doppelkloster Kirche St. Alto und St. Birgitta |
Drei Altäre im Chor der «Oberen Kirche» (oberer Hochaltar und zwei Seitenaltäre im Herrenchor), vier Altäre in der «Unteren Kirche» √ Der Tabernakelaltar in der «Unteren Kirche» wird 1883 zerstört BM: Johann Michael Fischer († 1766) |
Äbtissin Maria Viktoria Huber, reg. 1758–1790 und Simon Böckh, Prior 1760–1796 |
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1766– 1768 |
München Berg am Laim Bruderschaftskirche |
1767: Hochaltar (H 16,00 m, B 8,31 m). 1768: Einzelfiguren Christus und Maria für den Altarraum.√ |
Erzbruderschaft St, Michael? | |
1767 | Eching am Ammersee | Epitaph des Pfarrers Johann Jakob Schorer | Kirchgemeinde (Legat Schorer) | |
1767– 1768 |
München Theatinerkirche Fassade |
Allianzwappen im Giebelfrontispiz der Fassade. Entwurf für weiteren plastischen Schmuck. BM: François Cuvilliés√ |
Kurfürst Max III. Joseph von Bayern und Propst Johannes Edelweck (†1773) | |
1768 | München Pfarrkirche St. Peter |
Epitaph des Pfarrers Franz Anton Hertl, heute Rekonstruktion von 1976. | Unbekannt | |
1770 | München Jesuitenkirche St. Michael |
Skulpturen hl. Michael und hl Joachim für den Marienaltar in St. Michael (1697 von Br. Johannes Hörmann).√ | Jesuitenkolleg München | |
1770– 1773 |
München-Bogenhausen Pfarrkirche St. Georg |
Hochaltar mit Mittelfigur des hl. Georg als Reiter mit dem Drachen kämpfend. √ BM (Umbau): Johann Michael Fischer. |
August Joseph von Toerring-Jettenbach (Stifter) |
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1771– 1772 |
München, Palais Toerring- Jettenbach |
Im Treppenhaus und Vestibül neun überlebensgrosse Skulpturen. Das Palais wird 1944 zerstört, die Figuren der Hebe, des Jupiter, der Kybele und der Venus sind heute im Bayerischen Nationalmuseum. | Max Emanuel Graf von Toerring-Jettenbach (Stifter) |
|
Foto: Wikipedia User FA2010 | ||||
1774 | Eschenlohe Pfarrkirche St. Clemens |
Hochaltar-Tabernakel (B 3,35 m H 3.52 m), Entwurf. Ausführung vielleicht durch Franz Xaver Schmädl. | Abt OSB Bernhard II. von Ettal | |
1775 | Wiesensteig Stiftskirche St. Cyriakus |
Kruzifix √ Altar- und Kanzelentwürfe ? (Ausführung Joseph Streiter). |
Pfarrei Wiesensteig | |
1777 | St. Wolfgang in Oberbayern, Kirche St. Wolfgang | Zwei kniende Engel am Tabernakel und Schmerzhafte Muttergottes am Kreuzaltar.√ | Stiftungen von Dekan Melzer und Philipp Hepp |
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Geburtsdatum | Geburtsort | |
1. Juni 1704 | Wiesensteig | |
Land 18. Jahrhundert | ||
Kurbayern (Exklave) | ||
Sterbedatum | Sterbeort | |
13. Juli 1784 | München | |
Land 18. Jahrhundert | ||
Kurfürstentum Bayern |
Land (heute) |
Baden-Württemberg |
Bistum 18. Jahrhundert |
Konstanz |
Land (heute) |
Bayern |
Bistum 18. Jahrhundert |
Freising |